Polittalk

Am Dienstag, den 24.04.2018 fand in den Lindenstuben in Geldern der zweite Polittalk des Kreissportbundes Kleve statt. Im Rahmen der Ehrenamtsinitiative des Landessportbundes lud der KSB Kleve Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und dem organisierten Sport  sowie sportaffine Unternehmen und Pressevertreter/-innen zu einem gemeinsamen Austausch ein. Als Podiumsteilnehmer standen Holger Müller, Vorsitzender des Sportausschusses des Landtags, Martin Wonik, Vorstandsmitglied des Landessportbundes NRW, und Lutz Stermann, Vorsitzender des KreisSportBundes Kleve, zur Verfügung.  

 

Nach einleitenden Worten von Holger Müller und Lutz Stermann berichtete Martin Wonik über die Erfolge, die der Landessportbund NRW mit der Kampagne #beim Sport gelernt erzielt habe.

In Anknüpfung an den „Talk im Wahlkreis“, der im vergangenen Jahr im Rahmen der Kampagne im Kreis Kleve durchgeführt wurde, erklärte Wonik die Notwendigkeit der neugestarteten Ehrenamtsinitiative des Landessportbundes NRW und der damit verbundenen heutigen Veranstaltung, um auf die Wichtigkeit des Ehrenamts aufmerksam zu machen.

 

Martin Wonik legte dar, dass sich in den 18.700 Sportvereinen in NRW ca. 350.000 Menschen ehrenamtlich engagieren, sich jedoch viele Sportvereine über fehlenden Nachwuchs beklagen. Er stellte heraus, dass im jungen Ehrenamt großes Potenzial liege und appellierte an die Vereinsvertreterinnen und –vertreter, die jungen Menschen in den unterschiedlichsten Positionen im Verein früh miteinzubeziehen, um dem Nachwuchsproblem entgegenwirken zu können. Weitere Potentiale seien, verstärkt Frauen für ehrenamtliche Führungspositionen zu gewinnen. Auch zeigte er auf, dass der organisierte Sport bisher noch zu wenig Menschen mit Migrationshintergrund einbinde, sie jedoch wertvolle Akteure seien, um die Vereinsarbeit zu unterstützen.

 

Christoph Gerwers, Bürgermeister von Rees, nahm stellvertretend für alle Bürgermeister im Kreis Kleve und für den Landrat teil. Er unterstützte die Meinung, dass mehr Wertschätzung für die Ehrenamtlichen in den Vereinen erbracht werden müsse. Außerdem betonte er die Wichtigkeit von der Zusammenarbeit von jungen und älteren Menschen im organisierten Sport. Außerdem solle der Sport als Solidargemeinschaft zusammenhalten.

 

Abschließend appellierte Holger Müller, dass der Leistungssport stärker gefördert werden solle und die Interessen der Vereine in den Politischen Gremien stärker vertreten werden sollten. Er bedankte sich für die Einladung und den interessanten Austausch und rief die Anwesenden auf, weiterhin die Suche nach ehrenamtlichem Engagement zu unterstützen.